
Unter dem Motto „Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken" startet die erste Kampagne für Fuß- und Radverkehr in Deutschland. Mit prominenten Gesichtern wie Sängerin Judith Holofernes oder Starköchin Sarah Wiener und vier Partnerstädten.
Alle wissen es: Zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein, ist umweltfreundlich, hält fit und spart jede Menge Geld. Aber viel zu viele haben die Vorteile noch nicht erkannt und steigen auch für die Fahrt zum Bäcker um die Ecke ins Auto. Mit der neuen Kampagne - Kopf an: Motor aus sollen nun mehr Menschen in Deutschland dazu bewegt werden, bei Kurzstrecken auf den PKW zu verzichten.
Das Bundesumweltministerium hat die Kampagne ins Leben gerufen und für 2009 die vier Städte Bamberg, Dortmund, Halle an der Saale und Karlsruhe als Projektpartner ausgewählt. Freiburg hatte sich ebenfalls für das Projekt beworben, wurde aber für 2009 nicht ausgewählt. Aber schließlich werden hier auch schon fast 30 Prozent aller Strecken in der Stadt per Rad und 23 Prozent zu Fuß zurückgelegt. Dies ist zwar mehr als in den meisten anderen deutschen Städten, Freiburg will aber trotzdem noch besser werden Für die Fortsetzung der Kampagne im Jahr 2010 wird sich die Stadt deshalb wieder bewerben.
In Deutschland ist der Verkehrssektor für gut 20 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich. Entsprechend groß ist nach Einschätzung des BMU das Einsparpotential. Eine Verdopplung der Fuß- und Fahrradkilometer zulasten des innerorts sehr CO2-intensiven PKW-Verkehrs könnte so bis zu 5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.
Im Stadtverkehr ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart übrigens oft auch die schnellste. Bei Strecken bis zu drei Kilometern ist man im Schnitt mit dem Fahrrad schneller von Tür zu Tür als mit dem Auto. Und bei Strecken bis zu einem Kilometer ist sogar der Fußgänger noch vor dem PKW-Fahrer am Ziel.
Zum Verkehr in Freiburg
In Freiburg sind über 40 Prozent aller Wege innerhalb der Stadt kürzer als 1 Kilometer, fast die Hälfte davon werden zu Fuß zurückgelegt, fast 30 Prozent mit dem Rad, 15 Prozent mit dem Auto zurückgelegt. Über 90 Prozent der Wege innerhalb Freiburgs sind kürzer als 5 km, davon werden über 30 Prozent mit dem Rad zurückgelegt, ein Viertel zu Fuß und für ein weiteres Viertel wird das Auto genutzt. Es gibt also in Freiburg trotz erfreulich hoher Anteile im Fuß- und Radverkehr durchaus noch Potenziale, diese weiter zu steigern. Die Stadt tut das Ihrige, um gute Bedingungen zum Umsteigen auf das zu Fuß gehen oder das Radfahren zu bieten, jetzt ist jeder einzelne gefragt, die Möglichkeiten zu nutzen.